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EJF gAG Behindertenhilfeverbund Coburg
Heilpädagogisches Internat
Was ist ein heilpädagogisches Internat?
Das heilpädagogische Internat ist ein zu Hause auf Zeit für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen, die eine unserer Förderschulen besuchen – die „Schule am Hofgarten“ mit dem Förderschwerpunkt motorische Entwicklung (also für Kinder mit Körperbehinderungen) bzw. die Mauritiusschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung (für Kinder mit einer geistigen Behinderung).
Die Einschränkungen unserer Bewohner sind sehr unterschiedlich ausgeprägt. Wir sind darauf spezialisiert, Kinder mit geistigen-, Körper- und Mehrfachbehinderungen entsprechend ihrer individuellen Bedarfe bestmöglich zu fördern.
Unsere Schüler kommen aus dem ganzen Regierungsbezirk Oberfranken sowie aus angrenzenden Regierungsbezirken bzw. Bundesländern. Für das große Interesse an unsere Standorte gibt es mehrere Gründe. Einer davon ist, dass die „Schule am Hofgarten“ mit ihrem spezifischen Förderschwerpunkt die einzige dieser Art in Oberfranken ist. Ein anderer Grund ist die Berufsschulstufe, die von unseren Förderschulen angeboten wird. Deren Zielgruppe sind vor allem Schüler mit Lernschwierigkeiten. Da nicht jede Förderschule dieses Angebot vorweisen kann, gibt es Schüler, die speziell für den Besuch der Berufsschulstufe nach Coburg wechseln und während der Schulwoche im Internat leben.
Vereinzelt können Kinder schon vor dem Schulbesuch ins Internat aufgenommen werden, wenn sie einen unserer Schulvorbereitenden Standorte besuchen.
Wie sieht es dort aus?
Wir bieten Plätze in drei 5-Tage Gruppen sowie einer 7-Tage Gruppe an. Die Kinder leben hier in alters- und geschlechtsgemischten Gruppen – in einem geradezu familiären Setting. Neben des ganz normalen Alltags machen wir unseren Kindern auch Gruppenangebote (wie Sportgruppen, Theater) und bieten besonders erlebnisreiche Ferienaktionen an.
Im 5-Tage Internat sind die Ferienwochen, in welchen wir ein Betreuungsangebot machen können, festgelegt. In der 7-Tage Gruppe bieten wir Betreuung an 365 Tagen im Jahr an. Natürlich ist es auch hier wichtig, dass Kinder ihre Beziehung zu den Eltern leben und stärken. Deshalb ist es auch in der 7-Tage Gruppe üblich, dass die Eltern gemeinsam mit der Wohngruppe Wochenenden und Ferienwochen vereinbaren, an welchen das Kind mit seiner Familie etwas unternimmt.
Das Internatsgebäude ist ein barrierefreier Flachbau – alles auf einer Ebene! Die vier Wohngruppen sind sternförmig um eine geräumige Aula angesiedelt, in welcher sich Kinder- und Jugendliche aus allen Gruppen auch bei schlechtem Wetter jederzeit treffen können. Begegnung ist ein zentrales Thema des Gebäudekonzepts. Hier können auch außerhalb der eigenen Wohngruppe Freundschaften gepflegt und gemeinsame Freizeitaktionen unternommen werden. Eine große Terrasse verbindet das Internatsgelände mit dem Schulgelände, so dass am Nachmittag auch Kontakte zu den Kindern der Tagesstätte möglich sind.
Auch die Wohngruppen wie auch jedes einzelne Zimmer verfügen über eigene Terrassen, um Begegnung untereinander zu ermöglichen und zu fördern.
Wie lebt es sich in einem Internat?
Viele Kinder mit Einschränkungen fällt es an ihrem Wohnort schwer, Freunde zu finden. Ganz anders ist es in unserem Internat – hier bildet bereits jede einzelne Wohngruppe geradezu eine Großfamilie. Hier wird jeder angenommen, wie er ist. Natürlich ist das Pflegen von Freundschaften auch eine Fähigkeit, die manchmal erst geübt werden muss. Die Kinder werden hierbei von unserem empathischen Team begleitet und unterstützt.
Es ist am Anfang ungewohnt, vom Montag bis Freitag Mama und Papa nur per Videotelefonie zu sehen. Doch im Internat hat jeder seinen Bezugsmitarbeiter, der als „Elternersatz“ vor Ort für das Kind da ist und sowohl in engem Kontakt zur Familie steht, als auch zur Schule und zu den involvierten Therapeuten.
Ganz wichtig ist oft das Thema Essen – denn hier haben viele ihre ganz eigenen Vorlieben. Aus diesem Grund wird in jeder Gruppe täglich frisch gekocht! Kinder erstellen gemeinsam mit Mitarbeitern den Speiseplan für die kommende Woche. Einmal in der Woche hat jede Gruppe einen Kochtag, bei dem die Kinder mit der Unterstützung der Mitarbeiter kochen. Auch in diesem Bereich findet Förderung statt – Kinder lernen neue Lebensmittel kennen und erfahren, worauf bei gesunder Ernährung zu achten ist.
Ein ganz wichtiges Thema im Internatsalltag ist Selbständigkeit. Ein möglichst hohes Maß an Selbständigkeit ist der Oberbegriff aller Förderziele. Gerade im Internat ist es uns möglich, uns besonders viel Zeit zu nehmen, um Kinder bei der Körperpflege, beim An- und Ausziehen, im Bereich der Mobilität und bei vielem mehr intensiv zu begleiten. Gerade aus diesem Grund ist das Internat für Jugendliche, die die Berufsschulstufe besuchen, besonders interessant. Hier kann man noch den letzten Schliff für das Erwachsenenleben bekommen!
Gerne erzählen wir Ihnen bei einer individuellen Führung durch unser Internat mehr über uns – zögern Sie nicht auf uns zuzugehen.
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