Stadtteilmütter Friedrichshain-Kreuzberg
Fachliche Begleitung Stadtteilmütter Gebiet 2
Teamleiterin Interkulturelles Familienzentrum tam
| Bereichsleiter
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Standort 1
Stadtteilmütter Friedrichshain-Kreuzberg
Wilhelmstr. 116 -117 (im tam)
10963 Berlin
Tel.: +49 30 261 19 91
Mail: Schlembach.Judith@ejf.de
Koordination: Judith Schlembach
Standort 2
Nachbarschaftstreff Düttmannkiez
Urbanstr. 48 E, 10967 Berlin
Büro: Ohlauer Str. 41, 10999 Berlin
Tel.: +49 1590 146 18 90
Mail: Hadaegh.Roya@ejf.de
Koordination: Roya Hadaegh
Alle unsere Stadtteilmütter sind selbst Mütter mit Migrationshintergrund. Sie begleiten und beraten Familien mit Kindern bis zu zwölf Jahren, wenn sie Fragen zur Erziehung, Entwicklung und Bildung ihrer Kinder haben. Häufig besteht der Kontakt über mehrere Jahre. Stadtteilmütter stehen Familien mit einer Migrationsgeschichte als Ansprechpersonen in Familienzentren, Kitas und Schulen zur Verfügung. Sie übernehmen eine wichtige Brückenfunktion, indem sie den Zugang zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten im Bezirk erleichtern.
Das Projekt Stadtteilmütter in Friedrichshain‑Kreuzberg besteht seit 2007 und hat sich seitdem zu einem etablierten und anerkannten Angebot der Familien- und Integrationsförderung im Bezirk entwickelt.
Bis Ende 2025 wurde das Projekt vom Diakonischen Werk Berlin Stadtmitte e. V. aufgebaut, weiterentwickelt und umgesetzt. Zum 01.01.2026 hat die EJF gemeinnützige AG die Trägerschaft übernommen und führt das Angebot fort.
Seit Beginn wird das Projekt vom Jugendamt des Bezirksamtes Friedrichshain‑Kreuzberg finanziell unterstützt und fachlich begleitet. Diese kontinuierliche Förderung bildet die Grundlage für die nachhaltige Arbeit der Stadtteilmütter im Bezirk.
Im Juni 2019 hat der Berliner Senat beschlossen, die erfolgreiche Arbeit der Stadtteilmütter langfristig zu sichern. Dafür wurde ein eigenes Landesprogramm Stadtteilmütter in Berlin geschaffen, das bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie angesiedelt ist.
Mit dem Start des Landesprogramms im Januar 2020 wurde die Arbeit der Stadtteilmütter in den drei Berliner Bezirken Neukölln, Friedrichshain‑Kreuzberg und Mitte auf ein festes Fundament gestellt. Für die dort beschäftigten Stadtteilmütter wurden sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse geschaffen, was die Arbeitsbedingungen wesentlich verbessert hat. Gleichzeitig wurde eine Ausweitung des Programms auf alle Berliner Bezirke beschlossen.
2019 haben die drei Träger der langjährig in Berlin tätigen Stadtteilmütterprojekte einen Fachverbund Stadtteilmütter in Berlin im Verbund der Diakonie gegründet. Dazu gehören:
Aufgabe des Fachverbundes ist:
Dieses sozialraumbezogene und ressourcenorientierte Angebot der interkulturellen Familienbildung gibt es an 2 Standorten:
Die Stadtteilmütter sind entweder im Rahmen des Landesprogramms Stadtteilmütter in Berlin fest angestellt oder über eine durch das Jobcenter finanzierte Beschäftigungsmaßnahme tätig.
Frauen mit Migrationshintergrund, die selber Kinder haben und an Themen rund um die Entwicklung, Bildung und Erziehung von Kindern interessiert sind, können sich als Stadtteilmutter bewerben. Sie sollten über gute Deutschkenntnisse verfügen sowie kontaktfreudig und kommunikativ sein. Die Frauen erhalten ein halbes Jahr eine Qualifizierung mit zehn Modulen rund um die Themen Entwicklung, Bildung und Erziehung von Kindern. Nach erfolgreich bestandener Prüfung erhalten die Frauen ein Zertifikat, welches sie dazu berechtigt, anschließend als Stadtteilmutter tätig zu sein.
Initiativbewerbungen können wir leider nicht individuell bearbeiten. Aktuelle Stellenausschreibungen finden Sie jederzeit im EJF-Jobs-Link. https://karriere.ejf.de/
Regelmäßige und einmalige Angebote in Bildungseinrichtungen
Die Stadtteilmütter arbeiten in mobilen Teams und sind regelmäßig in Kitas, Schulen und Familienzentren eingesetzt, um dort als feste Ansprechpartnerinnen für Familien zur Verfügung stehen. Sie arbeiten mit in Familiencafès und halten dort Sprechstunden. Während der Sommermonate sind die Stadtteilmütter an verschiedenen Orten im Bezirk anzutreffen und organisieren Familienausflüge.
Aufsuchende Arbeit der Stadtteilmütter und themenspezifische Beratungsangebote
Nach vorheriger Vereinbarung verabreden sich die Stadtteilmütter mit den Müttern zuhause oder in einer der Bildungseinrichtungen, um bedarfsspezifisch Themen rund um die Entwicklung, Bildung und Erziehung von Kindern zu vertiefen.
Begleitungen von Familien
Die Stadtteilmütter stellen Kontakte zu sozialen Einrichtungen sowie zu Behörden her und unterstützen die Familien bei der Beantragung sozialer Leistungen. Je nach Bedarf begleiten sie die Familien auch zu Bildungseinrichtungen und sozialen Institutionen.
Sprachenvielfalt
Unsere Stadtteilmütter sprechen Arabisch, Türkisch, Kurdisch (Kurmandschi, Sorani), Farsi, Suaheli, Englisch und Vietnamesisch.
Vernetzung
Die Stadteilmütter tragen mit ihrer Arbeit zu einer immer stärker werdenden Vernetzung der Einrichtungen in der Region bei. Die Frauen sind mit ihrem roten Schal und ihrer Umhängetasche, gefüllt mit Informationsmateria, aus dem Stadtbild nicht mehr weg zu denken.
Das Projekt „Qualifizierung und fachliche Begleitung von Stadtteilmütter-Projekten in der Region West“, in Trägerschaft des EJF gemeinnützigen AG seit 2026 wird gefördert im Landesprogramm Stadtteilmütter der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (SenBJF) und ist für den Aufbau und die Begleitung neuer Stadtteilmütter-Projekte in den Bezirken Charlottenburg-Wilmersdorf, Steglitz-Zehlendorf und Spandau (Region West) sowie für die Durchführung der Stadtteilmütter-Basisqualifizierung in dieser Region zuständig.