Kind im Zentrum bietet Beratung und therapeutische Hilfen bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche an. Die Hilfeangebote (Einzelberatung, Einzeltherapie, Spieltherapie, Elternberatung, Gruppentherapie) wenden sich direkt an die betroffenen Minderjährigen und deren Familien.
KiZ - Kind im Zentrum
Kapweg 4
13405 Berlin
Telefon:
+49 030 282 80 77
Fax:
030 282 93 90
Email:
fbs.kiz-berlin@ejf.de
Hilfe bei Kind im Zentrum erreichen Sie am besten nach telefonischer Anmeldung - selbstverständlich können Sie sich aber auch persönlich vor Ort anmelden. Eine weitere Möglichkeit ist die Kontaktaufnahme per Mail unter fbs.kiz-berlin@ejf.de; bitte geben Sie dann eine Rückrufnummer an.
Der Telefondienst unter 030 282 80 77 ist zu folgenden Zeiten besetzt:
Mo von 10 - 13 Uhr und 15 - 17 Uhr
Di von 15 - 17 Uhr
Mi von 10 - 13 Uhr und 15 - 17 Uhr
Do von 10 - 13 Uhr und 15 - 17 Uhr
Fr von 10 - 14 Uhr
Keine weiteren Kürzungen im Kinderschutz!
Kind im Zentrum ist Teil des Berliner Bündnisses spezialisierter Fachberatungsstellen zum Kinderschutz. Das Bündnis hat jetzt eine Initiative zur Zukunftssicherung von Fachberatungsstellen gestartet, die das EJF unterstützt.
Kind im Zentrum bietet Beratung und therapeutische Hilfen bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche an. Die Hilfeangebote (Einzelberatung, Einzeltherapie, Spieltherapie, Elternberatung, Gruppentherapie) wenden sich direkt an die betroffenen Minderjährigen und deren Familien.
Für Jugendliche und Erwachsene, die sexualisierte Gewalt ausgeübt haben und sich mit ihren Taten auseinandersetzen wollen, gibt es spezielle Beratungs- und Therapieangebote.
Unsere Angebote sind auch für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder einer geistigen Behinderung.
Personen, die in privaten oder professionellen Zusammenhängen von einem (Verdacht auf) sexualisierte Gewalt erfahren haben, können sich bei Kind im Zentrum ebenfalls Beratung und Hilfe holen.
Wir stehen in Berlin tätigen Fachkräften als "insoweit erfahrene Fachkräfte" (für den Bereich sexualisierter Gewalt) nach §§8 a,b SGB VIII zur Verfügung.
Auf Wunsch beraten wir anonym oder vereinbaren kurzfristig Krisengespräche.
Hilfe für Menschen, die sexuelle Gewalt erfahren haben
Kind im Zentrum bietet Einzelberatungen und Einzeltherapien für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene (bis 27 Jahren gemäß KJHG), die sexualisierte Gewalt erlebt haben, an.
Unser Angebot zielt auf die Beendigung der sexualisierten Gewalt und eine beraterische oder therapeutische Aufarbeitung.
Nach unserer Erfahrung werden die familiären Beziehungen durch sexualisierte Gewalt stark belastet. Deshalb bieten wir Familienangehörigen ebenfalls Beratung und ggf. Therapie an.
Wir helfen den Klientinnen und Klienten auch bei der Klärung, ob und unter welchen Bedingungen eine Strafanzeige sinnvoll sein könnte.
Hilfe für Menschen, die sexualisierte Gewalt ausgeübt haben
Männer (und Frauen, deren Anteil z.Z. auf etwa 10 % geschätzt wird), die Kindern oder Jugendlichen gegenüber sexualisiert gewalttätig waren und dieses Verhalten aufarbeiten und verändern wollen, erhalten therapeutische Hilfe.
Begonnen wird dabei in der Regel mit einzeltherapeutischen Sitzungen. Das zentrale Arbeitsmittel zur Aufarbeitung und Veränderung sexualisiert gewalttätigen Verhaltens ist jedoch das gruppentherapeutische Angebot von Kind im Zentrum. Es gibt Gruppen für Jugendliche und für Erwachsene, die innerfamiliär missbraucht haben sowie für Menschen mit einer sexuellen Präferenzstörung (Pädophilie).
Für Jugendliche, die sexuelle Grenzen anderer verletzt haben, gibt es Einzel- und Gruppenangebote.
Wir bestehen - in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt - auf effektiven Maßnahmen zum Schutz der Kinder oder Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch. Die Beratungsstelle stellt in der Regel selbst keine Strafanzeige.
Angebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten oder geistiger Behinderung
Alle Angebote von Kind im Zentrum, genannt KiZ, sind grundsätzlich auch für Menschen mit Lernschwierigkeiten.
Für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die sexuellen Missbrauch erlebt haben, gibt es Beratung und Therapie.
Für Menschen, die anderen Menschen helfen wollen, die sexuellen Missbrauch erlebt haben, gibt es auch Beratung.
Fachberatung
Wir bieten Mitarbeiter:innen und auch Teams aus pädagogisch-psychologischen Bereichen, die in ihrer Arbeit mit sexuellem Missbrauch von Kindern oder Jugendlichen konfrontiert werden, die Möglichkeit fallbezogener Beratung und Entwicklung angemessener Strategien des Kinderschutzes. Diese fallbezogenen Fachberatungen sind kostenfrei. Wir beraten auch Institutionen der Kinder- und Jugendhilfe sowie Behinderteneinrichtungen bei der Durchsetzung des Kinderschutzes und der Förderung der sexuellen Selbstbestimmung.
Supervision
Sie haben die Möglichkeit, zum Thema "sexueller Missbrauch" Einzel- und Teamsupervision in Anspruch zu nehmen.
Fort- und Weiterbildung
Auf Anfrage bieten wir auch Fort- und Weiterbildungen an. Die konkreten Themen und Inhalte richten sich nach Ihrem Bedarf und werden vorher abgesprochen.
Informationsveranstaltungen
Wir bieten auf Anfrage Informationsveranstaltungen von zumeist 90 Minuten Dauer an. MitarbeiterInnen von Kind im Zentrum stellen den Arbeitsansatz der Beratungsstelle vor und informieren zum Umgang mit dem Verdacht des sexuellen Missbrauchs an Kindern und Jugendlichen und beantworten Ihre konkreten Fragen.
Elternabende
Auf Anfrage bieten wir zum Thema "sexueller Missbrauch" und zur Prävention sexuellen Missbrauchs sowie der positiven Förderung der sexuellen Entwicklung Elternabende in Kitas und Schulen an.
Praktikumsmöglichkeit
Wir bieten Studentinnen und Studenten der Sozialarbeit/Sozialpädagogik und Psychologie (sowie verwandter Studienrichtungen) im Rahmen ihrer jeweiligen Praktikumsordnung die Möglichkeit, Einblick in unsere Arbeit zu gewinnen. Es sollte sich um ein längerfristiges Praktikum handeln, in der Regel sollte es mindestens 3 Monate dauern.
Vor der Eröffnung eines therapeutischen Prozesses muss als äußere Bedingung der Schutz des betroffenen Menschen sichergestellt sein, also Maßnahmen getroffen werden, die eine Fortsetzung der sexualisierten Gewalt verhindern. Dazu gehören die Einbeziehung des Jugendamtes, die Trennung von Täter(:in) und Betroffenem, vorzugsweise durch Auszug des Täters und andere Maßnahmen.
Der beraterische und therapeutische Ansatz von Kind im Zentrum ist familienorientiert und versteht sich als methodenintegrativ auf der Basis einer systemischen Sichtweise. Dabei ist eine Therapeutin oder ein Therapeut in einem Fall nur für eine:n Klient:in zuständig. Sollten Betroffene und Täter(:in) in unserer Beratungsstelle ankommen, hat der Täter eine:n andere:n Therapeut:in als die betroffene Person und wird zu einem anderen Zeitpunkt Termine erhalten.
Immer wenn größere Interessengegensätze entstehen können, kann jeweils ein:e weitere:r Berater:in oder Therapeut:in eingeschaltet werden. Dies gilt - falls sie sich Beratung oder Therapie wünschen - auch für Familienangehörige und Bezugspersonen und entsprechend für Professionelle und Institutionen.
Zur Zeit bieten fünf Mitarbeiterinnen und zwei Mitarbeiter therapeutische Hilfe und Beratung bei erwiesenem oder vermutetem sexuellen Missbrauch an. Sie führen dazu Fachberatungen, Informationsveranstaltungen und Weiterbildungen durch. Es sind von den Grundberufen her Psycholog:innen, Pädagog:innen oder Sozialarbeiter:innen, alle mit Therapieausbildung, teilweise mit Approbation oder Supervisionsausbildung.
Für Kinder werden Spieltherapien angeboten, bei den Jugendlichen und Erwachsenen steht das Gespräch im Vordergrund.
In der Therapie mit Betroffenen sexualisierter Gewalt ist häufig ein ressourcenorientiertes Vorgehen und die Orientierung an traumatherapeutischen Grundsätzen und Methoden geboten. Eine wichtige Regel dabei ist, dass erneute Grenzverletzungen in der Therapie unbedingt vermieden werden, ebenso therapeutische Interventionen, die erneut Stress verursachen oder Gefühle wie Angst und Hilflosigkeit auslösen können.
Eltern und andere Bezugspersonen können bei Kind im Zentrum Beratung erhalten, wie Sie mit einem Verdacht auf sexualisierte Gewalt umgehen können.
Häufige Fragen von Eltern oder nahen Bezugspersonen sind auch, wie sie nach aufgedeckter sexualisierter Gewalt das betroffene Kind unterstützen können, wie der Schutz des Kindes in Zukunft verbessert werden kann und wie die positive psychosexuelle Entwicklung der Kinder gefördert werden kann.
Für Männer (und Frauen), die sich sexuell grenzüberschreitend verhalten haben, gibt es einzeltherapeutische Angebote. Als zentrales Mittel zur Veränderung sexualisiert gewalttätigen Verhaltens wird von Kind im Zentrum jedoch die Gruppentherapie verstanden. Die Täter(:innen) sollen lernen, umfassend die Verantwortung für ihre sexualisiert gewalttätigen Handlungen zu übernehmen, ihre Verhaltensmuster zu hinterfragen und so zu verändern, dass sie in Zukunft nicht wiederum die Grenzen anderer Menschen überschreiten.
Behandlungsschwerpunkte sind Biographie und Delikt, der Tatzyklus, eigene Gefühle und Gefühle anderer, Opferempathie, Risikosituationen und konkrete Maßnahmen zur Rückfallprävention.
Das Fehlen spezialisierter Beratungsangebote für sexuell missbrauchte Kinder, Jugendliche und deren Familien und für diejenigen missbrauchenden Erwachsenen, die einen Weg aus ihrer Verstrickung finden wollten, war im Sommer 1986 Anlass für einige Frauen und Männer, die überwiegend im psychosozialen Bereich tätig waren, den Verein "Kind im Zentrum e.V. - Sozialtherapeutische Hilfen für sexuell missbrauchte Kinder und ihre Familien" ins Leben zu rufen.
1987 wird die Beratungsstelle Kind im Zentrum in der Sybelstraße in Berlin-Charlottenburg eröffnet und von der Senatsverwaltung für Jugend und Familie als bezirksübergreifendes Projekt gefördert. Der Verein "Kind im Zentrum e. V." fungiert als Träger der Beratungsstelle.
Kind im Zentrum organisiert 1990 den ersten vielbeachteten Kongress "Wege aus dem Labyrinth" mit führenden Wissenschaftlern und anerkannten Praktikern aus verschiedenen Ländern.
1992 wird im Ostteil der Stadt in Berlin-Mitte eine zweite Beratungsstelle in der Neuen Schönhauser Straße 16 eröffnet.
Am 1. Januar 1996 gehen beide Beratungsstellen in die Trägerschaft des EJF über. Aus dem früheren Trägerverein wird der Förderverein "Kind im Zentrum e.V.", der allen Personen offen steht, die am Ausbau des Schutzes von Kindern und Jugendlichen vor sexuellem Missbrauch interessiert sind.
Kind im Zentrum hält Kontakte zu einschlägigen Praxiseinrichtungen und mit diesem Thema befassten Forschern in aller Welt, insbesondere in Großbritannien, den USA und den Niederlanden. Anlässlich des 10-jährigen Bestehens wird 1997 ein zweiter internationaler Kongress ausgerichtet.
1999 erscheint "Wege aus dem Labyrinth", in dem die Kongressbeiträge in einer überarbeiteten Form veröffentlicht werden. (Abruf als PDF-Datei) (PDF-Datei)
1999 gibt es einen Fachtag zum Thema "Migration und Integration".
2004 zieht die Beratungsstelle aus der Sybelstraße in Charlottenburg in die Pfalzburger Straße nach Wilmersdorf.
"Perspektive des Kindes - Beratung und Therapie bei sexuellem Missbrauch" lautet das Thema der Fachtagung 2004 anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Beratungsstelle.
2010 erscheinen die überarbeiteten Beiträge dieser Fachtagung als Buch.
2012 besteht Kind im Zentrum 25 Jahre.
2023 findet eine Umbenennung in "Kind im Zentrum - Fachberatungsstelle bei sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche und therapeutische Hilfen" statt.
Im September 2023 bezieht die Beratungsstelle neue Räumlichkeiten und hat seinen (alleinigen) Standort seitdem im Kapweg im Wedding.
"Perspektive des Kindes - Texte zu Therapie und Beratung bei sexuellem Missbrauch"
Diese überarbeiteten Texte einer Fachtagung zu Therapie und Beratung bei sexuellem Missbrauch sind 2010 im Eigenverlag erschienen und über die Öffentlichkeitsarbeit gegen Porto und ggf. eine Spende für Kind im Zentrum zu beziehen.
Eine Download-Version ist bisher nicht geplant.
"Sichere Orte für Kinder"
Der Abenteuerliche Bauspielplatz Kolle 37 (ASP), die Beratungsstelle Kind im Zentrum-EJF (KiZ) und die Katholische Hochschule für Sozialwesen Berlin (KHSB) arbeiteten von 1999 bis 2002 gemeinsam an einem Praxis- und Forschungsprojekt zum Thema "Schutz von Kindern und Jugendlichen vor pädosexuellen Übergriffen in offenen Freizeiteinrichtungen".
"Sichere Orte für Kinder" (Hrsg: Prof. S. Kroll; F. Meyerhoff; Dr. M. Sell) ist 2003 im Eigenverlag des "Bundes der Jugendfarmen und Aktivspielplätze e.V." Stuttgart erschienen und kann unter bdja@bdja.org oder im Buchhandel (ISBN 3-00-012426-8) zum Preis von 9,50 Euro bezogen werden.
"Wege aus dem Labyrinth"
Das Buch ist anlässlich des 1997 von Kind im Zentrum - EJF ausgerichteten internationalen Kongresses entstanden und wendet sich an Professionelle, die in ihrer Arbeit mit dem Thema des sexuellen Missbrauchs konfrontiert werden.
Nachdem die 6500 Exemplare der Erstauflage vergriffen waren, wurden die Texte als PDF-Datei ins Internet gestellt, die hier abzurufen ist:
Download "Wege aus dem Labyrinth" (PDF-Datei)
"Monster oder liebe Eltern"
Ein zuletzt 1997 aktualisiertes Buch zur therapeutischen Arbeit mit Opfern und Tätern in der Beratungsstelle Kind im Zentrum.
Spenden/Förderverein
Kind im Zentrum wird überwiegend von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Sport finanziert. Ungefähr 20 % der finanziellen Mittel müssen jedoch durch Bußgelder, Spenden und Eigenleistungen erbracht werden. Auch Sie können unsere Arbeit durch eine Spende unterstützen.
Spendenkonten:
Evangelische Bank eG
IBAN: DE12 5206 0410 0203 9939 90
BIC: GENODEF1EK1
SozialBank AG
IBAN: DE24 3702 0500 0003 1392 02
BIC: BFSWDE33XXX
Bei eventuellen Fragen sind wir Ihnen auch gerne telefonisch behilflich oder senden Ihnen einen Überweisungsträger oder Informationsmaterialien zu.
Zuwendungsbestätigung
Kind im Zentrum ist ein gemeinnütziger Standort, Ihre Spende ist steuerlich absetzbar. Wenn Sie auf dem Überweisungsträger ihre Adresse nennen, wird Ihnen automatisch eine Zuwendungsbestätigung zugeschickt.