Eine Bronzebüste von Wilhelm Wosenitz steht jetzt im Pastor-Braune-Haus

Eine Bronzebüste erinnert jetzt im Pastor-Braune-Haus der EJF-Behindertenhilfe an dessen Gründer, den Diakon Wilhelm Wosenitz. Die Büste wurde 1965 von der Bildhauerin Gisela Boeckh von Tzschoppe geschaffen. Das Pastor-Braune-Haus in Berlin-Lankwitz erhielt die Bronzebüste und einen dazugehörigen Gipsabdruck Anfang 2018 als Schenkung von den Enkeln der Künstlerin. Zwischen der Künstlerin und ihrem Motiv gab es eine familiäre Verbindung: Wilhelm Wosenitz war der Schwiegervater des ältesten Sohnes von Gisela Boeckh von Tzschoppe.

Wosenitz arbeitete ab 1928 beim Kirchlichen Erziehungs-Verband der Provinz Brandenburg (KEV), einem Vorläufer des EJF. Seinem Engagement war es zu verdanken, dass nach dem Krieg bereits Ende 1946 viele Heime und Einrichtungen des KEV wieder in Betrieb genommen werden konnten. Nach der Teilung Deutschlands wurde Wilhelm Wosenitz Geschäftsführer für den West-Berliner Tätigkeitsbereich des KEV. 1950 wurde auf seine Initiative hin am Kleinen Wannsee ein Heim für Kinder mit Lernbehinderung oder geistiger Behinderung eröffnet. Weil dessen Kapazitäten auch nach einer Erweiterung nicht ausreichten, wurde 1959 ein Grundstück in Lankwitz gekauft. 1965 – kurz nach dem Tod von Wilhelm Wosenitz – zog das Heim in das dort neugebaute Haus.

Die neue Einrichtung wurde nach Pastor Paul Braune benannt. Als Leiter der Hoffnungstaler Anstalten konnte dieser während der NS-Zeit den Abtransport von ihm anvertrauten Menschen verhindern. Er gewährte auch rassistisch und politisch Verfolgten Unterstützung.

Weiteres zur Geschichte des EJF und seiner Vorgängerorganisationen ist in der Sonderausgabe der „EJF aktuell“ nachzulesen.

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Team Unternehmenskommunikation

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