Intensivpädagogische Wohngruppe Rosenthaler Straße

Zielgruppe

Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 13 Jahren,

  • die aufgrund einer (diagnostizierten)  psychischen Störung, familiärer oder sozialer Belastungen eine sehr intensive pädagogische Betreuung benötigen
  • die im Rahmen der bisherigen Jugendhilfeangebote nicht erfolgreich in verbindliche  pädagogische Verläufe eingebunden werden konnten
  • für die nach einem Klinikaufenthalt eine geeignete Unterbringung gesucht wird
  • die nicht in Schule oder Ausbildung  integriert sind
  • die ein Abwehrverhalten gegenüber Hilfen  entwickelt haben
  • mit komplexem Hilfebedarf, der die Kooperation mit anderen Versorgungssystemen erfordert

Ausschlusskriterien für eine Aufnahme sind

  • eine akute Suchterkrankung
  • eine akute, in einem klinischen Rahmen behandlungsbedürftige, psychische Erkrankung
  • eine festgestellte geistige Behinderung (IQ < 70)
  • eine Aufnahme gegen den Willen des jungen Menschen

Angebot

  • intensivpädagogische Rund-um-die-Uhr- Betreuung mit und mehreren, zeitgleich diensthabenden Fachkräften
  • multiprofessionelles Team aus Erzieherinnen und Erziehern, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Psychologinnen und Psychologen, Krankenpflegerinnen und Krankenpflegern, Lehrerinnen und Lehrern sowie hauswirtschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
  • großzügiges, einladendes Haus mit Wohnküchen, großem Garten, Einzelzimmern,  Schul- und Therapieräumen, Freizeiträumen und einer Werkstatt
  • Tagesstrukturierung mit Lernbegleitung zur  Erreichung individuell festgelegter Bildungsziele
  • Reintegration in eine geeignete schulische, Ausbildungs-, Berufsvorbereitungs- oder  Reha-Maßnahme
  • intensive Arbeit mit der Herkunftsfamilie und anderen Bezugspersonen, Elternberatung
  • Hilfestellung bei der sozialen Integration,  persönlichen Stabilisierung und Übernahme von Selbstverantwortung
  • Arbeiten an realistischer Selbsteinschätzung und Bewältigungsstrategien im Umgang  mit Beeinträchtigungen
  • aktives Gemeinschaftsleben mit Freizeitaktivitäten, Festen, Reisen

Methoden

  • kleine überschaubare Gruppengröße
  • individuelle Bezugsbetreuung und  Begleitung
  • psychologisch/therapeutische Unterstützung
  • Verbindung von Pädagogik, Beschulung und Therapie
  • handlungsorientierte Freizeit,- und  Projektarbeit
  • berufliche Förderung
  • soziales Kompetenztraining
  • erlebnispädagogische Angebote
  • Kooperation und Transparenz mit allen  am Hilfeprozess Beteiligten
  • fachliche Vernetzung mit Psychiatrie, Schule, Jugendamt, Polizei, Justiz, Ärzten und anderen relevanten Akteuren im  Hilfenetz