Schulwohngruppe DEIN WEG

Anschrift

Girlitzweg 1, 12357 Berlin

Tel. (030) 660 664  
Fax (030) 660 664 30
E-Mail swp-buckowerdamm@ejf.de

Ansprechpartner/innen

Fachleiter Herr Krause

Teamleiterin  Frau Recklies

Bereichsleiter

Herr Ismail Ünsal

Tel. (030) 660 664 43
Fax (030) 660 664 30
E-Mail uensal.Ismail@ejf.de 

 

 

Welche Kinder und Jugendliche sind die Zielgruppe?

Der Schwerpunkt liegt auf Kindern und Jugendlichen im Alter von zwölf bis 15 Jahren, die „schuldistanziert“ sind, längere Zeit gar nicht mehr oder nur sehr unregelmäßig zur Schule gehen, oder aber mit den schulischen Anforderungen überfordert sind, häufig stören usw. Es handelt sich um Jugendliche, die einen sonderpädagogischen Förderbedarf im Bereich der emotionalen und sozialen Entwicklung haben und in einer Regelschule nicht ausreichend gefördert werden können.
In Ausnahmefällen können in das Projekt auch Jugendliche aufgenommen werden, die aus anderen Jugendhilfeeinrichtungen kommen und auf die Reintegration in ihr bisheriges soziales Umfeld vorbereitet werden.
Mit dem Projekt sollen besonders auch Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund angesprochen werden. 

Was sind die Ziele?

Die Ziele der Unterbringung in der Wohngruppe sind die (Wieder-)Herstellung des Lern- und Leistungsvermögens der jungen Menschen und die Befähigung zu regelmäßigem Schulbesuch und verlässlichem Einhalten einer Tagesstruktur.

Weitere Ziele der Unterbringung in der Wohngruppe sind:

  • den Jugendlichen einen neuen Zugang zu Bildung und Erziehung zu ermöglichen
  • einen individuell bestmöglichen Schulabschluss zu erlangen
  • ihre individuelle emotionale und soziale Entwicklung zu fördern
  • eine Tagesstruktur zu erlernen und einzuhalten, die die schulische Förderung unterstützt
  • die Jugendlichen soweit zu fördern, dass sie wieder in ihren Herkunftsfamilien leben können, oder sie beim  Übergang in ein selbständiges Leben zu unterstützen  

Was ist das Besondere an dieser Wohngruppe?

Die Wohngruppe DEIN WEG hat einen interkulturellen Ansatz und zeichnet sich durch eine enge Verzahnung von Bildung und Erziehung aus. Unter Berücksichtigung der kulturellen Hintergründe der einzelnen Jugendlichen wird die Bildungs- und  Erziehungsplanung wird sowohl von den Betreuern der Wohngruppe als auch von den Lehrern der Schule gemeinsam  vorgenommen. Darüber hinaus werden die Eltern besonders in das Projekt eingebunden.

Jugendhilfe (Jugendamt), Schule und ein Freier Träger arbeiten eng zusammen. Es gibt ein gemeinsames Aufnahmegremium, das darüber entscheidet, ob dieses Projekt für den jeweiligen Jugendlichen die passende Erziehungshilfe ist. Für Kinder und Jugendliche, die neu in das Projekt kommen, gibt es an der Schule an der Windmühle eine Aufnahmeklasse. 

Wie leben die Schüler/innen in der Wohngruppe?

Die Jugendlichen werden von Sonntagabend bis Freitagnachmittag in der Wohngruppe wohnen und in der Regel in der „Schule an der Windmühle“ unterrichtet. In der Wohngruppe erlernen die Jugendlichen einen strukturierten Tagesablauf: Morgens aufstehen, regelmäßig Mahlzeiten einnehmen, zur Schule gehen, sinnvolle Freizeitbeschäftigung am Nachmittag, Nachtruhe. Am Nachmittag stehen Projekte auf dem Programm, die von den Jugendlichen nach Interesse gewählt werden  können, wie  handwerkliche Arbeiten, Sport, künstlerisch-musikalische Angebote, aber auch Gespräche über religiöse Themen sowie Therapie- und Beratungsangebote. Zudem werden mit jedem Jugendlichen individuelle Gespräche zur Tagesauswertung geführt. 
Ein wichtiger Bestandteil des Projekts ist eine regelmäßige Beratung der Eltern.

Wer entscheidet über die Aufnahme von Jugendlichen?

Über die Aufnahme in die Schulwohngruppe entscheidet ein Aufnahmegremium. Ihm gehören Vertreter des Jugendamtes, der Schule an der Windmühle und des Trägers, der EJF gemeinnützigen AG an.
Voraussetzung für die Aufnahme eines Jugendlichen in die Gruppe ist, dass das Jugendamt einen Bedarf an Hilfe zur Erziehung feststellt.  

Wie erfolgt die Betreuung?

Die Wohngruppe wird von einem multikulturellen Erzieherteam betreut. Rund um die Uhr ist mindestens eine pädagogische Fachkraft anwesend. Darüber hinaus werden Projekt bezogen unterschiedliche Fachkräfte wie Sporttrainer, Antiaggressionstrainer, Handwerker und Freizeitpädagogen mit den Jugendlichen an den Nachmittagen arbeiten.   

Elternarbeit

Für die Elternarbeit steht ein Sozialpädagoge zur Verfügung. Durch aufsuchende Elternarbeit, regelmäßigen Elterncafés und Einzelgespräche werden die Eltern unterstützt, in ihrer Erziehungskompetenzen gestärkt und auf eine baldige Rückkehr der Jugendlichen hingearbeitet.