Männergruppe

Mann-Sein - eine Lebensaufgabe?

Männer, Väter sind mit sich wandelnden Leitbildern von Männlichkeit und Vaterschaft konfrontiert. Ehemals „männliche“ Tugenden wie Charakterstärke, Durchsetzungskraft, Verantwortungsgefühl für andere, Zielstrebigkeit, Geduld u. a. werden infrage gestellt bis verneint – vielerorts wurden Männer zum Übel für alles und jedes erklärt; dabei ging ihre Wertschätzung in der Gesellschaft verloren – vor allem sie tun nichts dagegen!

Vielmehr ergehen sie sich in Schweigen, in Sprachlosigkeit. Viele Männer sind in ihrer Unzufriedenheit erstarrt – sie haben nicht gelernt, weder als Junge vom Vater noch später als Mann, Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken.Männer brauchen soziale Räume, in denen ihre Themen fern von äußeren Leistungen und gesellschaftlicher Konkurrenz einen Platz haben.

Dort können Männer (und Väter) – ohne Frauen als „Anker“ - einen zu ihnen passenden Ausdruck und Umgang mit Gefühlen und eigenen Verletzungen erproben und so eine männliche Sprache für ihre Themen finden und entwickeln.Väter erhalten dadurch die Möglichkeit, ihren Kindern und besonders ihren Söhnen gegenüber – die nach wie vor weiblich sozialisiert werden, (mehr) männliche Präsenz, Gefühl und sorgende Väterlichkeit zu leben.

Männer- und Vätergruppen bieten die Chance zur Überwindung starrer, autoritär geprägter Männlichkeitsideale, hin zu individuellen Spielräumen, zu mehr Beziehungsfähigkeit zu Frauen und Männern, zu mehr Konfliktfähigkeit, zu mehr positiver Männlichkeit.

Zu all diesen Fragen können Männer in einer Gruppe miteinander ins Gespräch kommen und gemeinsam Antworten suchen und finden. Der Gruppenleiter versteht sich als Initiator und als Moderator, die inhaltliche Ausgestaltung der Abende wird von den Teilnehmern übernommen. Hauptmethoden sind dabei das Psychodrama (In-Szene-Setzen von Erlebnissen, Phantasien ...) und angeleitete Gespräche.

Kontakt:

Detlef Förster
Tel. 52 206 49 (AB)

Ort:

Standort Nöldnerstraße 43