Theaterpädagogik

Die Theaterpädagogik eröffnet in der pädagogischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen neue und ungewöhnliche Kommunikations- und Ausdrucksmöglichkeiten. Im darstellenden Spiel agieren Kinder und Jugendliche nicht nur mit sprachlichen Ausdrucksmitteln, sondern mit Körper, Stimme und Emotion in einem unmittelbaren Wechselspiel mit ihrem Gegenüber.

Im Profilunterricht „Theaterpädagogik“ erwerben die Studierenden Kenntnisse und Kompetenzen auf Basis einer Einführung in die Grundlagen der Theaterpädagogik, sie erfahren und erproben aktiv verschiedene Arten der Inszenierung. Sie erlernen spielerische Methoden für die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, beschäftigen sich mit Rollen und szenischer Gestaltung, mit Improvisation, Tanz, Bewegungs- und Maskentheater. Sie lernen Techniken zur Schulung von Stimme und Gesang kennen. Weitere Themen sind körpersprachliche Methoden und die Erweiterung der Ausdrucksfähigkeit.

Im Unterricht erarbeitet die Theaterpädagogin mit den Studierenden Szenen und Stücke. Ausbildungsbegleitend können diese Projekte direkt in EJF-Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe umgesetzt werden.

Die Theaterpädagogik gewinnt insbesondere in der interkulturellen Erziehungsarbeit an Bedeutung, da sie auch Erfahrungen und Formen des Ausdrucks ermöglicht, die nicht in erster Linie sprachgeleitet sind, gleichzeitig jedoch den Spracherwerb und sprachlichen Ausdruck auf spielerische Weise zu schulen vermag.