Sportpädagogik

Das spezifische sportpädagogische Profil basiert auf dem Wissen, dass Bewegung ein wesentlicher Motor der Entwicklung ist und wichtige Grundlage des Lernens. Sie wirkt auf Sprache, Gesundheit, Wahrnehmung und Kreativität.

Eingebettet in die Sozialpädagogik, zielt Sportpädagogik darauf, die optimale geistige, körperliche und psychosoziale Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auf spezifische Weise zu befördern. Gleichermaßen ins Blickfeld rücken dabei die Stärkung von Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung (Autonomie); die Ausbildung physischer und psychischer Leistungsfähigkeit (Produktivität); die Entwicklung von Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit (Soziabilität) und die Entfaltung von Kreativität.

Der sportpädagogische Profilunterricht versetzt die Studierenden in die Lage, die motorische Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auf allen Altersstufen angemessen zu bewerten und zu befördern. Die Absolventen besitzen umfassende Kenntnisse zum natürlichen Verlauf einschließlich der z.T. erheblichen individuellen Unterschiede der motorischen Entwicklung des Menschen von seiner Geburt bis zum Übergang von der Adoleszenz ins frühe Erwachsenenalter. Mögliche Entwicklungsstörungen sind ihnen bekannt. Sie kennen und verstehen Erklärungen für deren Auftreten aus biologischer Sicht wie aus psychosozialen Kontexten heraus und vermögen diese Erklärungen passfähig auf konkrete Fälle anzuwenden.

Die Absolventen und Absolventinnen des sportpädagogischen Profilunterrichts verfügen über ein breites Repertoire an Methoden der Förderung der natürlichen motorischen Entwicklung Heranwachsender sowie zum Abbau und ggf. zur Kompensation von motorischen Entwicklungsdefiziten und können diese alters- und individuell angemessen einsetzen. Dabei vermögen sie gesundheitsfördernde Wirkungen wie gesundheitliche Risiken fundiert zu bewerten und gebührend zu berücksichtigen. Sie sind in der Lage, in allen sozialpädagogischen Handlungsfeldern vielfältige Bewegungsaktivitäten zu initiieren und zu begleiten. Und sie verfügen über das nötige Rüstzeug, für eine sozialpädagogische Einrichtung bzw. einen sozialpädagogischen Bereich ein sportpädagogisches Gesamtkonzept zu entwickeln, darzustellen und umzusetzen.