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Aus seiner Wurzel heraus ist ein solider Baum stetig gewachsen, der sich nie verbogen hat und mit Blick auf die Schwächsten in unserer Gesellschaft viele Äste entwickelte, um diesen Menschen zu helfen. Ob bei der fachlichen Betreuung von Menschen mit geistigen oder körperlichen Behinderungen, der Erziehungsarbeit mit Kindern und Jugendlichen, in der Jugendstraffälligenhilfe, der Beratungsarbeit für Alleinerziehende und Familien – von der Wiege bis ins betreute hohe Alter: Vielfach war das EJF in Wort und Tat seiner Zeit voraus und hat Maßstäbe gesetzt. Immer wieder stellten sich neue Herausforderungen, die sich nicht zuletzt auch aus gesellschaftlichen Umbrüchen ergaben. Wir haben diese Herausforderungen entschlossen und beherzt angenommen und Lösungen gefunden.
Getragen von Kontinuität und Entwicklung sucht das EJF stets die fachliche Auseinandersetzung und verbindet den Grundgedanken christlicher Nächstenliebe mit dem Aufbau einer integrativen Gesellschaft.
Das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk hat heute über 90 Einrichtungen mit etwa 4000 von uns betreuten Menschen und beschäftigt in den Bundesländern Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und den Freistaaten Thüringen und Bayern sowie im polnischen und tschechischen Grenzgebiet über 2500 Mitarbeiter. Das sind knapp 1000 Mitarbeiter und 40 Einrichtungen mehr als noch vor zehn Jahren! Dies ist nur möglich geworden, weil wir unseren hohen Qualitätsstandard über kontinuierliche Aus- und Fortbildungsangebote seit Jahren auf einem so guten und innovativen Niveau halten, dass wir häufig zur Übernahme sozialer Aufgaben sowohl staatlicherseits als auch auf kommunaler Ebene gebeten werden. Natürlich freut uns dieses Vertrauen und wir setzen alles daran, dieses Vertrauen auch in Zukunft zu rechtfertigen. Einige innovative, so genannte „Modellprojekte“ hat das Evangelische Jugend- und Fürsorgewerk schon umgesetzt: Da sind zu nennen unser Projekt „Men-schen statt Mauern“, Hilfe für delinquente Kinder und straffällige Jugendliche; die Frühförderung von vor allem sehgeschädigten Kleinstkindern und die Unterstützung ihrer Familien; Mütter Lernen, eine Ausbildungsförderung und Unterstützung für unter 18-jährige Mütter mit ihren Kindern; Leben und Lernen, ein Internat für so genannte Schulschwänzer; das Deutsch-Arabische Zentrum für Bildung und Integration, eine Einrichtung die helfen soll, dass junge Menschen mit Migrationshintergrund in unserer Gesellschaft ankommen. Und es sollen weitere innovative Projekte hinzukommen: bilinguale Kitas, Elternschulen, Wohnungskonzepte für ältere Mitbürger.
Miteinander - Füreinander – das ist seit je der Leitgedanke, der unser Handeln bestimmt. Er wird es auch in Zukunft bleiben. Aber wir werden ihn erweitern. Die gesellschaftliche Entwicklung zeigt, dass die Notwendigkeit besteht, aus linearen Beziehungen „Umfelder“ zu schaffen. Menschen leben „Beieinander“. In vielen sozialen Bereichen sind Familien- oder familienanaloge Konzepte gefragt. Miteinander und Füreinander sind gute, sind christliche und notwendige Beweggründe des Handelns. „Beieinander“ macht das Leben schön. Wir wollen, dass es den von uns betreuten Menschen gut geht, dass sie, in dem Maße, wie das möglich ist, ein „schönes“ Leben führen.
So komme ich zurück auf das eingangs benutzte Bild des stattlichen Baumes mit den vielen Ästen. Und da ist es ja vor allem die Krone, die den Baum ziert. Miteinander-Füreinander-Beieinander – in diesem Sinne grüßt Sie