Arbeitstrainingsprogramm (ATP)
Adresse
Am Bärensprung 28
13503 Berlin
Tel. (030) 43 06 167
Fax (030) 43 06 299
E-mail atp-reinickendorf@ejf.de
Platzzahl
15 Jugendliche/junge Erwachsene
Ansprechpartner
Rouven Reschop (Tel. 030-790 980-43)
Anette Wagner
Das Arbeitstrainingsprogramm im Diakoniezentrum Berlin-Heiligensee versteht sich als niedrigschwelliges, tagesstrukturierendes Programm der Jugendberufshilfe und bietet bis zu 15 sozial benachteiligten und individuell beeinträchtigten jungen Menschen im Alter von 15 - 18 Jahren die Möglichkeit, sich eine neue Lebensperspektive zu erarbeiten. Die jungen Menschen sollen bei ihrer schulischen und beruflichen Ausbildung, der Eingliederung in die Arbeitswelt und bei ihrer sozialen Integration unterstützt werden.
Die jungen Menschen werden von einem engagierten Team von SozialpädagogInnen unterstützt und angeleitet. Um den Erfolg der Maßnahme zu sichern wird eng mit den Eltern/Sorgeberechtigten zusammengearbeitet.
In einer insgesamt sechswöchigen Erprobungsphase findet eine Kompetenzanalyse und der Beginn einer Berufsvorbereitung/Berufsorientierung statt. In kleinen Gruppen von maximal drei TeilnehmerInnen werden schulische Defizite gemeinsam erkannt und Förderpläne vereinbart. Die jungen Menschen sollen lernen, selbst die Verantwortung für ihren weiteren Lebensweg zu übernehmen und entsprechende Ziele zu formulieren. Die Ergebnisse der Kompetenzanalyse und die selbst gesteckten Ziele der Jugendlichen werden im Rahmen der Hilfeplanung festgeschrieben und regelmäßig überprüft.
Ziele des Projekts sind das Erreichen eines Schulabschlusses bzw. die Vermittlung einer beruflichen Perspektive (Ausbildung, Berufstätigkeit etc.). Eine Stärke des ATP ist die betriebliche Arbeit. Als kleines Unternehmen werden Aufträge innerhalb des Trägers sowie für Privatpersonen in den Bereichen
- Garten- und Landschaftsbau
- Hauswirtschaft/Catering
- Umzüge, Transporte, Entrümpelungen
- Renovierungen
- Holzbearbeitung/Holzbau
- Bau/Innenausbau
übernommen. Um die Berufsorientierung zu unterstützen werden die jungen Menschen regelmäßig in selbst gewählte Praktika vermittelt. Ziel ist die Verbesserung der Beschäftigungs- und Ausbildungsfähigkeit. Das Arbeitstrainingsprogramm kann auch als Modul für die bei der EJF gAG stationär untergebrachten Jugendlichen eingesetzt werden.
Kooperationspartner:
- Carl-Bosch-Oberschule
- U-Haft-Vermeidung Tegel-Süd
- Therapeutische Wohngruppe auf der Familienfarm Lübars
Zielgruppe:
Junge Menschen,
- die sich vom Schulbetrieb so weit distanziert haben, dass eine Rückkehr dorthin nur mit Unterstützung möglich ist,
- die sich weigern die Regelschule bzw. Schule mit besonderem Förderbedarf zu besuchen oder diese ohne Abschluss verlassen haben oder werden,
- die hinsichtlich ihres Migrationshintergrunds oder dem ihrer Familie Unterstützung bei der Integration benötigen,
- die wegen psychischer Belastungen für den weiteren Schulbesuch oder für eine Ausbildungsmaßnahme nicht geeignet sind,
- die lernbehindert sind,
- die infolge einer psychischen Behinderung oder latenten Suchtproblematik nicht schul- oder ausbildungsfähig sind,
- die auf Grund von Delinquenz erheblich gefährdet sind.
Rechtsgrundlage:
§ 13 (2) SGB VIII, Jugendberufshilfe
§ 27 SGB VIII Hilfen zur Erziehung in Verbindung mit § 35a SGB VIII sowie § 41 SGB VIII








